Internationales Chen Taijiquan Herbstcamp – in Ravensburg 2013

Vom 2. bis 6. Oktober 2013 begleitete uns ein schöner bunter Herbst durch die Trainingstage in Ravensburg an denen Besucher aus 8 Nationen teilgenommen haben. Für die kommenden Jahre wird man darüber nachdenken neben Deutsch und Englisch auch Spanisch als Unterrichtssprache in Erwägung zu ziehen. In diesem Jahr gab es zwei Kursleiterzertifikate die an Spanien verliehen wurden. Einer der Teilnehmer war mit 58 Jahren nach Deutschland gekommen ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Am Bodensee erwarb er sich Sprachkenntnisse und nahm in Friedrichshafen, so oft wie nur möglich, am Unterricht bei Dietmar Stubenbaum und Annemarie Leippert teil. Diese konsequente Art dem traditionellen Chen Taijiquan Respekt zu bekunden hat wohl auch die verblüfft welche bisher meinten besonders tiefgründige Studenten zu sein. Damit wird nun das traditionelle Chen Taijiquan auch in den Städten Huelva und Guadix ( Granada ) unterrichtet.

Die Bedingungen für das Herbstcamp waren in diesem Jahr ausgezeichnet, weil direkt am Trainingsort, im KJC Ravensburg, günstige Doppelzimmer mit Küchen und Gemeinschaftsraum zur Verfügung standen. Vormittags und nachmittags gab es je eine Trainingseinheit von 2,5h. In den Mittagspausen bildeten sich zwei Gruppen heraus, wovon die eine gemeinsam ein Indisches und die andere in ein chinesisches Restaurant besuchte.

Der Unterricht wurde zum einen in Routinen für alle gemeinsam abgehalten. Weiterhin gab es separate Unterrichtseinheiten für

1. Schwert,
2. Hellebarde,
3. Sizheng-Kurzform,
4. traditionelle Yi Lu,
5. Neijing & Jiben Gong,
6. Tuishou ( Partnerübungen ),
7. Chinesisch für Taiji praktizierende

. Bei jedem der die Schwert- oder Hellebarde-Form in ihrem Ablauf erlernte war die mentale Herausforderung über die Tage hinweg spürbar. Dennoch gab sich keiner die Blöße von seinen Ansprüchen abzuweichen. Für alle war klar damit ein solides Waffentraining eine hervorragende körperliche Stärkung mit sich bringt und dazu beiträgt die Verbundkraft Jin zu verbessern.

  

Eine interessante Trainingseinheit beschäftigte sich mit „Fang Song“ und intuitiver Präsenz, welche es dem Studenten abverlangt die Dinge auf sich zukommen zu lassen. Es geht darum nicht im Vorfeld schon mit Reaktionen auf vermeintliche Geschehnisse zu reagieren, sondern im Fluss sich auf die Natur von Wandlung im jetzt einzulassen und Teil dieser Wandlung selbst zu sein. Am Ende haben wir viele Anregungen und Korrekturen für unser eigenes Training mitnehmen können. In folgenden Workshops und Seminaren mit Dietmar Stubenbaum werden wir sehen wie weit wir in unsere Entwicklung vorangeschritten sind. Bis dahin bedanken wir uns bei den Organisatoren der ISCT-Deutschland, Dietmar Stubenbaum, Annemarie Leippert, sowie Kerstins Äpfel- und Getränke-Sponsoring, welche uns allen diese schönen, lehrreichen Tage ermöglicht haben.

/ Jens Weinbrecht




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