Tai Ji Quan | Bewegungskunst

nächste Termine:



24.10.2017  Tai Ji Quan - 19:00 Uhr Gebhardtstraße 5, Fürth

25.10.2017  Tai Ji Quan - 19:45 Uhr Parkstr.28, Nürnberg

31.10.2017  Tai Ji Quan - 19:00 Uhr Gebhardtstraße 5, Fürth

01.11.2017  Tai Ji Quan - 19:45 Uhr Parkstr.28, Nürnberg


Event Berichte:


 
 

Kursleiter – Tai Ji Quan

 

Jens Weinbrecht beschäftigt sich seit 1992 mit der chinesischen Sprache und Kultur.

Durch die traditionellen Kampfkünste angeregt entsprang das Interesse für China. Als Rucksacktourist erkundet er von 1995 bis 2005 regelmäßig die Sprache und Kultur vor Ort, verweilte als Praktikant in Hangzhou und arbeitete später in Shanghai. Dabei kam es zum Kontakt mit lokalen „Tai Ji Quan“ – Lehrern und den moderneren Sport-Abkömmlingen. In Deutschland praktiziert er seit 2005 regelmäßig Tai Ji Quan.

Seine Grundsatzentscheidung fällte er mit dem Abschluss der Kursleiter-Ausbildung 2009 in Friedrichshafen. Seither führt er das Studium des „Chen – Tai Ji Quan“ kontinuierlich im Zentrum für traditionelle Bewegungs- und Kampfkunst, „Die Pagode“ fort. Sein Hauptlehrer ist Dietmar Stubenbaum. Weiterhin wird er von den chinesische Meistern Chen Peishan und Chen Peiju unterrichtet.

 

Telefon: 0911 – 9894 5693

E-Mail:  ifb-franken (@) t-online.de

 

Training

 


Mittwochs:      19:45 bis 21:15 Uhr,

Nürnberg, Parkstr. 28 / Hinterhof-Rückgebäude

 

Dienstags:       19 bis 20:30 Uhr,

Fürth, Turnstr. 7 / im buddhistischem Rigpa-Zentrum Fürth

 

Samstags:        09:30 Uhr,

Stadtpark am großen Springbrunnen

 

—  mehr Infos zum Tai Ji Quan im Kurs hier  –  Tel. 0911 – 9894 5693, Email   ifb-franken (@) t-online.de  —

Karte fehlt - Training findet in der Parkstr. 28 statt

Nürnberg, Parkstr.28

 

 

 

Chen – Tai Ji Quan

 

Die alte Kunst der Familie Chen lässt sich theoretisch nicht wirklich erklären. Es erschließt sich Schritt für Schritt durch praktische Erfahrung die jeder in Begleitung eines fachkompetenten Lehrer durchläuft.

Was wir sagen können ist dass unsere Kunst auf Bewegung resultiert die gesundheitliche Aspekte positiv beeinflusst und langfristiges Wohlbefinden entwickelt. Von jung bis alt können alle gleichermaßen mitmachen. „Tai Ji Quan“ fördert keine körperliche Verausgabung, sondern harmonische Ausgeglichenheit und das Lösen von körpereigenen Blockaden.

Wir praktizieren traditionelles und vollwertiges „Tai Ji Quan“. Über unseren Lehrer Dietmar Stubenbaum pflegen wir den direkten Kontakt zu den Linienhaltern dieser Tradition in China. Meister Chen Peishan und Chen Peiju stehen in der 12. Generation. Sie sind im Mekka der Taiji-Kultur von Jiaozuo in der Provinz Henan aufgewachsen.

 

Das bedeutet Beispielsweise:

  • – Spaß an der Ganzkörperbewegung ( verbessert die Körperwahrnehmung )
  • – Optimierung von Atmung ( sensibilisiert Gleichgewichts und Koordinationssinn )
  • – ruhige Bewegungen ( fördern die Entspannung und machen den Kopf frei )
  • – Stoffwechselanregung ( beeinflusst Blutdruck, Herz & Kreislauf bzw. Blutzuckereinstellung positiv )
  • – Körper- bzw. Rückenhaltung ( wird geschult & in Feinstruktur ausgerichtet )
  • – Tiefenmuskulatur ( wird im natürlichen Bewegungsverbund entwickelt )
  • – Selbstschutz und Selbstverteidigung
  • – Burnout-Prävention
 

Geschichte

 

Das „Tai Ji Quan“ ist bei uns als Gesundheitsübung bekannt geworden das aus China stammt und von älteren Menschen betrieben wird. Solche Dogma und andere wurden von der 68er „Flower Power“ Welle, den später aufkommenden esoterischen Bewegungen und den Medien verbreitet, welche über ein unzureichendes Verständnis verfügen.

In der Zwischenzeit haben sich einige Menschen die Mühe gemacht Sprache, Kultur, Kunst und das „Tai Ji Quan“ intensiv vor Ort zu studieren. Auf dieser Grundlage erweitert sich nun das Verständnis über diese Disziplin. Dazu gehören auch die Gute nacht Geschichten um die Figur Namens „Zhang San Feng“ mit denen nicht nur die Kinder in China gefüttert werden.

Das älteste nachweislich anerkannte „Tai Ji Quan“ geht aus der Überlieferung der Familie Chen hervor. Der Ahnherr dieser Kampfkunst Chen Wang Ting lebte um 1644, zu Beginn der Qing-Dynastie, im Dorf „Chen Jia Gou“ (Provinz Henan). Die derzeitigen Linienhalter Chen Peishan und Chen Peiju stehen in der 12. Generation dieser Kampfkunst. Aus diesem 350 Jahre alten Stil sind alle heute bekannte Stile direkt oder indirekt hervorgegangen. Weit verbreitet sind heute vor allem der Yang- Wu-, Li-, Hao- oder He – Stil und Tai Ji Quan – Vakanzen aus dem Ort Zhao Bao.

Es existieren Schriften die zeigen das es vor und nach der Zeit von Chen Wang Ting Übungen gegeben hat die als „Tai Ji Quan“, „Tai Ji Gong“ oder „Tai Ji Yang Sheng Gong“ bezeichnet wurden. Damals kam keiner auf die Idee einen Unterschied zwischen Gesundheitsübungen und Kampfkunst zu machen, weil im Grunde beides zum Überleben notwendig ist.

Seit langer Zeit gibt es in China eine starke Wechselwirkung zwischen den 3 Lehren: Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus. In traditionellen Tai Ji – Kreisen ist daher der Einheitsgedanke von diesen drei Schulen weit verbreitet. Wenn wir von klassischem Tai Ji Quan sprechen haben wir es offensichtlich mit universellen Erfahrungswerten zu tun die sich unabhängig von Mode oder Zeitgeist erleben lassen.

 

Der Begriff „Tai Ji Quan“:

Heute wird häufig die Bezeichnung Taichi bzw. Tai Chi benutzt. Dies beruht auf einer Übernahme aus englischsprachigen Quellen. Man schreibt dann häufig im deutschen Taichi, spricht es aber Englisch aus, obwohl die deutsche Aussprache eine ganz andere ist.

„Tai Ji Quan“ kann man Sinngemäß übersetzen als „Fäuste des vollkommenen“ oder „die hochwertigste Faustkunst“. Quan steht für Faustkunst oder ein Boxsystem was man auch in anderen Namen wie z. Bsp. bei „Hong Jia Quan“ ( Kampfkunst der Familie Hong ) wiederfinden kann. „Tai Ji“ wird meistens als „höchster Balken“ übersetzt. In der Abbildung oben rechts sehen wir zuerst den „Wu Ji“ – Kreis und darunter den „Tai Ji“ – Kreis ( ein älteres Abbild von Yin & Yang ). Im Grundgedanken dieser Philosophie wird gesagt dass zuerst die Welt im Urzustand des „Wu Ji“ bestanden hat und daraus später das „Tai Ji“ hervorgegangen ist. Somit sind die Pole Yin und Yang entstanden. Zwischen diesen Polen herrscht ständig Bewegung und es findet ein Wechsel statt. Hinter Tai Ji steht also eine Theorie die sich mit dem Studium des Wechsels der Energien zwischen Yin und Yang beschäftigt.

Hätte man vor 400 Jahren einen Kampfkünstler in China gefragt wie seine Kampfkunst heißt so wäre er vielleicht überrascht gewesen, weil er nie auf die Idee gekommen wäre darüber nachzudenken wie die Kampfkunst nun heißen müsse. Wichtiger wäre gewesen das es eine Familienüberlieferung ist und das sie ihren praktischen Nutzen hat. Um schnell etwas gegenüber mächtigen Beamten oder Offizieren auf so eine Frage zu antworten ist es denkbar das sich ein gebildeter Kampfkünstler spontan Bezeichnungen wie Tai Ji (Quan) ausleiht. Im Kern sagt er damit nur das er sich dem Studium der Wirklichkeit aussetzt.

 

 

Was ist Tai Ji Quan ?

 

Das Klassische „Tai Ji Quan“ ist eine innere chinesische Kampfkunst die seit Generationen in Form von Privatunterricht weitervermittelt wird. Heute existieren im Wesentlichen drei große Klassifizierungen nebeneinander.

  • 1. als präventive Gesundheitsübungen ( z. Bsp. Pekingform bzw. 24er Form )
  • 2. als Sport ( z. Bsp. 42er Form mit Wettkampf & Regeln )
  • 3. als Kampfkunst die zuerst äußerlich und später innerlich ausgeübt wird

Die ersten beiden Prägungen sind neuere Erscheinungen, welche den ursprünglichen Aspekt der Kampfkunst außer Acht lassen. Somit ist es genau genommen nicht ganz korrekt wenn man von „Tai Ji Quan“ spricht, da eines der entscheidenden Merkmale ausgeblendet wird und nur Teilaspekte in einem neuen Zusammenhang praktiziert werden.

Die letztere und ursprüngliche Klassifizierung jedoch trägt alle anderen beiden Prägungen in sich. Dabei werden die verschiedenen Aspekte gleichwertig behandelt und keine Zuspitzung in die eine oder andere Richtung angestrebt. Somit wird man im allgemeinen auch der Idee einer echten weit gefächerten, alle Lebensbereiche durchdringenden, Harmonisierung besser gerecht. Es handelt sich um einen Lebensstil oder eine Art wie man sein Leben kultiviert.